Der Herstellungsablauf im Detail

Nach dem Einmessen der einzelnen Bohrpunkte anhand des Pfahlplanes durch einen Vermessungsingenieur beginnt der eigentliche Bohrvor- gang:
Ausrichten der Bohrschneckenspitze exakt über dem eingemessenen Bohransatzpunkt. Niederbringen der Bohrschnecke bis auf die gewünschte Solltiefe – computergesteuert, erschütterungsfrei und kontinuierlich digital überwacht, um den Bohrprozess stets den jeweiligen Boden- verhältnissen anpassen zu können.

Ist die gewünschte Solltiefe erreicht, wird durch das Zentralrohr der Bohrschnecke Beton in das Pfahlloch gepumpt. Der entstehende Überdruck öffnet die Verschlussklappe an der Bohrspitze und der ausströmende Beton drückt die Bohrschnecke gemeinsam mit dem zu fördernden Bohrgut auto- matisch und drehungsfrei an die Oberfläche. Der Betondruck wird digital kontrolliert und kann gegebenenfalls erhöht werden, so dass Einschnürungen des Pfahldurchmessers ausgeschlossen sind.

Sobald der Betonier Vorgang abgeschlossen ist, wird der Vorgang am nächsten Bohrpunkt wiederholt. Parallel wird der zuletzt hergestellte Pfahl mit Hilfe eines Minibaggers auf seine Soll höhe abgearbeitet. Durch diese Methode kann in den meisten Fällen das Kappen der Bohrpfahlköpfe auf 10–20 cm beschränkt werden.

Im letzten Arbeitsgang wird die Anschlussbewehrung in den frischen Beton ein gerüttelt. Sie kann, je nach Pfahldurchmesser, bis zu 12 m lang sein. Ein positiver Nebeneffekt: Das Rütteln verdichtet nochmals den Beton am Pfahlkopf, der abschließeßend mit einer Abdeckfolie versehen wird, um eine Verschmutzung oder Austrocknung Auszug- schließen.

Allgemeine technische Daten

Die Herstellung der Bohrpfähle erfolgt erschütterungsfrei und geräuscharm. Ohne Umweltbelastung! Selbst tiefe Bohrlängen werden kontinuierlich in einem Arbeitsgang gebohrt.

Eine Schrägstellung der Bohrpfähle ist bis zu einer Neigung von 1:5/1:4 technisch ausführbar. Das Umsetzen der Geräte erfolgt auf längeren Distanzen über Schwerlasttransporter.

Bei der Pfahlherstellung kommen nur Baustoffe zur Anwendung, die den einschlägigen Normen und technischen Vorschriften entsprechen und ausnahmslos von zertifizierten Unternehmen geliefert werden. Die Verarbeitung erfolgt durch geschultes Fachpersonal mit firmeneigenen Betonpumpen.

Im Regelfall wird ein Bohrpfahlbeton nach DIN 4014 der Güte C 20/25 verarbeitet. Nach Anforderung kann jedoch jede andere Festigkeits- oder Expositionsklasse berücksichtigt werden.